
Kronen Zeitung
SPIELER RASTETE AUS
„Verdammte Schande!“ Entscheidung sorgt für Ärger
„Das ist eine verdammte Schande“, schrie Juventus-Verteidiger Lloyd Kelly, ehe er vom Platz musste. Die Rote Karte gegen den Engländer sorgt in Italien jetzt für Ärger, denn die Entscheidung – vor allem nach dem VAR-Check – ist zumindest umstritten.
Die beherzte Aufholjagd von Juventus Turin in der Champions League blieb am Ende ohne Lohn. Zunächst schafften es die Italiener in Unterzahl, das 5:2 aus dem Hinspiel gegen Galatasaray Istanbul zu egalisieren und sich in Unterzahl in die Verlängerung zu retten – doch dann besiegelten zwei Gegentreffer doch noch das Aus.
Vor allem der Ausschluss von Verteidiger Kelly kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit sorgt in Italien für Ärger. Nach einem Luftzweikampf gegen Baris Alper Yilmaz landete der Juve-Kicker unglücklich auf dessen Fuß. Dafür sah er von Schiedsrichter Joao Pinheiro Gelb – und nachdem er bereits in der 25. Minute verwarnt wurde, auch gleich Geld-Rot.
VAR schaltet sich ein
Der VAR schaltete sich schließlich ein und der Unparteiische sah sich die Szene nochmal an – anschließend revidierte er seine Entscheidung und zeigte Kelly glatt Rot. „Das ist eine verdammte Schande“, platzte es aus dem Juve-Spieler heraus. Anschließend war der Engländer nicht mehr zu beruhigen – fuchtelte wild mit den Händen herum und trat beim Gang in die Katakomben noch gegen die Wand.
Doch nicht nur Kelly konnte die Entscheidung nicht nachvollziehen. Schon die Gelbe Karte in Kombination mit dem Spielausschluss wird von vielen Fans und Experten als zu harte Entscheidung angesehen – für glatt Rot gibt es noch weniger Verständnis.
„Ein unbeabsichtigtes Foul am Knöchel des Türken beim Sturz, wenn auch unvorsichtig. Die Verwarnung war übertrieben, sicherlich keine direkte Rote Karte“, ist so auch beispielsweise in der „Gazzetta dello Sport“ zu lesen. Das Juve-Aus ist besiegelt, der Ärger bleibt.
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